Die Raumkunst von Carlo Vagnières

Das Schweizer Fernsehen hat am 30. November 2005 einen Bericht über die natrürliche Baubiologie von Carlo Vagnières ausgestrahlt (zum Videobeitrag).
Quelle: Schweizer Radio und Fernsehen / Schweiz aktuell / 30.11.2005

Meine Raumarbeit erlebe ich wie eine grosse Gemäldetätigkeit. Sie ist auch am Besten vergleichbar mit dem Vorgang beim Malen, Farbe für Farbe wird gesetzt, wieder und wieder gewechselt; das Malen entwickelt sich aus dem Sehen heraus wie unsere Räume. Auch die feinstoffliche Arbeit, wie die Raumreinigungen mit Rosenwasser, Mineralienzusätzen und Schichten ist in ähnlichen Prozessen zu sehen.
In dieser Intensiven Auseinandersetzung mit einem Ort, einem Raum, einer Wand geht es auch darum das auszuformulieren.
Ich verstehe die Raumarbeit oft als eine Würdigung des Ortes, an dem wir leben! Es gibt Menschen, die diese Räume Naturklangräume nennen, und in der Tat erlebe ich insbesondere das klangliche in diesen Räumen sehr ausgeprägt. Räume sind wie Orchester, deren Instrumente vor dem Konzert zu stimmen sind! Se erlebe ich meine Arbeit als „Resonanzarbeit“ in den Räumen.

Es sind soziale Gemälde in denen Menschen sich bewegen, die erst durch unsere Bewegung zu Gemälden werden. Die Farbe, das Gemälde tritt in die Verbindlichkeit, weil sie Lebensraum von uns ist.
Ein konventionelles Gemälde können sie an der Wand umdrehen oder es in den Estrich stellen, wenn sie es nicht mehr sehen mögen. Ein Raumgemälde teilt unseren Lebensraum mit uns. So müssen diese Gemälde für die Menschen stimmen und Sie können Feng Shui, Geomantie, feinstoffliche Techniken, psychologische Farbgebungen, und was auch immer Sie praktizieren, verwenden. Die Kunst kann dies alles zusammenbringen, die künstlerische Interpretation ist eine klares kreatives Statement, nicht definitiv, sondern prozesshaft, dynamisch und transformativ, das ist die Kunst!

Über Kunst soll man nicht schreiben, sondern man soll sie machen und schauen. Darum hier einige Bilder.
Ich arbeite wie die alten Meister nur mit selbst hergestellten Farben und Verputzen seit 30 Jahren in der Raumgestaltung.

Es geht aber nicht einfach darum irgendwie kreativ zu sein, sondern darum unsere wirklichen Bedürfnisse kennen zu lernen und diese in und mit dem natürlichen Ganzen abzustimmen. Sind wir mit der Arbeit, die wir tun verbunden, so wird uns klar, ein im Haus gesetzter Farbton verändert alles, auch aussen!
Sol Lewitt beauftragt junge Künstler mit der Ausführung seiner Arbeiten, er kann nur mit Menschen arbeiten, die sich mit dem Werk verbinden können, die sich damit auseinandersetzen, die beste Ausführung ist sonst „nur“ Dekoration. Ohne sich zu verbinden, ist es einfach Arbeit, nicht Kunst!
Die Orte, an denen wir arbeiten sind immer in uns selbst! Der Künstler arbeitet an sich selbst und diese Arbeit stellt die Möglichkeit dar zu wachsen und sich wirklich zu verändern!

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